Gert
Breitwieser
Gert
Breitwieser wurde am 17.09.1938 in Darmstadt in eine Kaufmannsfamilie geboren.
Dort ging er auch zur Schule, die er 1955 am staatlichen Gymnasium in Speyer -
die Familie war 1952 aus beruflichen Gründen nach dort umgezogen - mit der sog.
Mittleren Reife abzuschließen gezwungen war, weil sein Vater einen Herzinfarkt
erlitt. Nach Praktika bei Siemens & Halske und Heinkel Flugzeugbau
entschloss er sich an der 'Privaten Ingenieur Schule' in Frankfurt/Main zu einem
Studium des Maschinenbaus, das er 1962 erfolgreich abschloss, um später zum
Dipl.-Ing. nachzudiplomieren.
1962 war
ein für seinen weiteren Lebensweg sehr entscheidendes Jahr. Er ging nach München
zum Entwicklungsring Heinkel Flugzeugbau - und heiratete. 1964 wechselte er in
den Spezialbereich technisch-logistische Betreuung von Flugzeugen der
Bundeswehr, ging 1965 mit zu Messerschmitt und bezog 1967 mit seiner Familie -
seine drei Kinder wurden in München geboren - ein erstes eigenes Haus in
Eichenau bei Fürstenfeldbruck in der festen Überzeugung, nun auf Dauer im Raum
München heimisch zu sein. Doch es sollte anders kommen.
1968 ging
Gert Breitwieser für seine später von Messerschmitt – Bölkow-Blohm
weitergeführte Firma mit einem Vorauskommando nach Wilhelmshaven zur
Einrichtung und zum Aufbau eines Betreuungsbereichs für die Waffensysteme der
Bundesmarine, wurde 1969 Abteilungsleiter, erhielt 1971 bei der inzwischen gegründeten
MIZ Materialinformationszentrum für Logistik GmbH Prokura und wurde zu Beginn
der 80er Jahre zu deren Geschäftsführer bestellt.
Das
verlangte den ganzen Mann mit in den letzten Jahren weltumspannendem Einsatz.
Wir haben unseren Lionsfreund Gert Breitwieser als ungemein pflichtbewussten,
vielseitig interessierten, weitsichtigen und vorausdenkenden Menschen
kennenlernen dürfen mit hohen Ansprüchen an sich und seine Umwelt. Er lebte
immer sehr bewusst seiner Verantwortung gegenüber seiner Familie, seinen
Mitarbeitern und Freunden und gab ‑ oftmals auch mit durchaus hintergründigem
Humor - wertvolle Denkanstöße. Wo er sich einbrachte, wollte und verlangte er
Überdurchschnittliches und das ganz selbstverständlich mit hohem eigenen persönlichen
Einsatz.
Seine
Familie, Haus und Heim gingen ihm über alles. Seine Sorge für seine Kinder und
seine gutgemeinten Bemühungen um deren Fortkommen zum Beispiel konnten dabei
durchaus auch einmal zu umfassend erscheinen und bis in' die Nähe des
Bevormundens gehen. Trotzdem fand er Zeit für seine Hobbies wie Reisen und
Eisstockschießen, vor allem aber für das kreative Kochen in seinem
Freundeskreis fröhlich niveauvoll kochender Männer.
Was Gert
Breitwieser tat, tat er ganz: Das galt auch für einen Einsatz bei unseren
Activities. Wegen, seines Perfektionsanspruchs konnte er, sich mit Blick auf
seine berufliche Anspannung nur schwer entschließen,, in unserem Lions Club ein
Amt zu übernehmen; und es fehlte ihm deswegen auch jedes Verständnis, wenn
jemand glaubte, ihm empfehlen zu können, dazu bei seiner Pflichtauffassung
Abstriche zuzulassen. Als er sich dann bereit fand, das Amt des Sekretärs zu übernehmen,
hinderte ihn an dessen Wahrnehmung sein viel zu früher Tod am 28.05.1994,
nachdem er unmittelbar zuvor noch trotz Unwohlseins an unserer
Jahresveranstaltung im Pumpwerk - bemüht, sich nichts anmerken zu lassen -
teilgenommen hatte.
Wir haben
mit Gert Breitwieser einen Freund verloren, dessen persönliches Umsetzen seines
Verständnisses unserer Lions-Idee beispielhaft war.