SightFirst, ein Programm zur Bekämpfung der Blindheit in Entwicklungsländern

Augenkliniken in aller Welt

Erfolgsbilanz einer Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission (CBM)

Die Lions in Deutschland haben innerhalb der letzten Jahre 40 Augenkliniken in Indien, Namibia, Kenia. Äthiopien, Uganda, Tansania sowie in anderen Ländern Afrikas und Südamerikas gebaut. Weitere sind im Bau bzw. in der Planung. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Christoffel-Blindenmission ist gewährleistet, dass alle Krankenhäuser professionell arbeiten. Grundlage ist das internationale Lions-Programm SightFirst zur Bekämpfung vermeidbarer wie heilbarer Blindheit.

Abgewickelt werden die großen nationalen und internationalen Projekte über das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. (HDL). Die Serviceorganisation aller deutschen Lions Clubs wurde 1974 gegründet. Da von Anfang an klar war, dass das HDL als freiwillige Service-Organisation niemals in der Lage gewesen wäre, Augenkliniken und Präventionsmaßnahmen in Asien und Afrika zu etablieren, schloss das Hilfswerk im Jahr 1992 einen Kooperationsvertrag mit der Christoffel-Blindenmission e.V. (CBM) in Bensheim, einer in der Welt hoch angesehenen, professionell arbeitenden Fachorganisation. CBM berät, begleitet die Projekte und sucht über eigene Regionalbüros in Asien, Afrika sowie Mittel- und Südamerika kompetente Partner aus, die die gemeinsam geplanten Maßnahmen realisieren, abrechnen und vor allem weiter führen. CBM garantiert noch über die 15-jährige, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geforderte Bindungsfrist hinaus, die Lebensfähigkeit der Projekte und übernimmt die Folgekosten. Dabei ist immer die eindeutige Zuordnung zu Lions gewährleistet. Für entwicklungspolitisch bedeutsame Projekte erhält das Hilfswerk der deutschen Lions auch Zuschüsse des BMZ.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit des Hilfswerkes ist der Bau von Waisenhäusern, Schulen, handwerklichen Ausbildungsstätten, Rehabilitationswerkstätten und Sozialzentren. Auch Projekte für Straßenkinder werden durchgeführt. Die meisten dieser Aktivitäten finden in Südamerika, Westafrika und Südostasien statt.

Auch in Deutschland setzt sich das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. für die Verbesserung der Situation von Blinden und Sehbehinderten ein. So wurde 1995 die LionsHornhautbank Nordrhein-Westfalen an der HeinrichHeineUniversität in Düsseldorf errichtet. Dieses Institut arbeitet, nicht zuletzt nach Verabschiedung des 1997 neu formulierten Transplantationsgesetzes, mit vollem Erfolg und genießt inzwischen in Europa höchste Reputation. Im April 2000 wurde die Lions-Hornhautbank SaarLorLux/Trier-Westpfalz in Homburg/Saar an den Universitätskliniken des Saarlandes eröffnet.

Das HDL bietet Lions Clubs und Distrikten auch Einzelprojekte zur Mitfinanzierung an: vom Mikroskop über die Augenarztausbildung bis zur kompletten Augenklinik. Durch den vielfältigen Einsatz im In- und Ausland erwarb sich das Hilfswerk hohes internationales Ansehen innerhalb und außerhalb der Lions-Organisation.

 

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